• 24.01.2020 │ IN EIGENER SACHE

    Wenn der Innenausbau mal sechs Monate Urlaub macht

    Der Begriff Sabbatical spukt seit einigen Jahren durch die Arbeitswelt. Und wird von vielen Unternehmen und Mitarbeitern genauso behandelt: wie ein Gespenst. Viele Unternehmen sehen eine Auszeit als Zeichen für den geplanten Absprung des jeweiligen Mitarbeiters. Die meisten Angestellten trauen sich nicht, das Thema bei ihrem Arbeitgeber anzusprechen. Und natürlich leiden das Team und der Arbeitgeber, wenn ein kluger Kopf eine längere Auszeit nimmt. Trotzdem unterstützen wir bei APOprojekt ein Sabbatical – und zwar aus vier guten Gründen.

    Gestärkt zurück in den Job: Ein Sabbatical lohnt sich – sowohl für den Mitarbeiter als auch für das Unternehmen

    Foto: Stutterstock

    1. Der Kollege kommt stärker zurück

    Eine gesunde Lebensweise vorausgesetzt, kommt der Kollege nach einer längeren Auszeit gestärkt zurück. Das kann sowohl die Physis als auch die Psyche betreffen – je nachdem, ob Sport, Reisen, Selbstfindung oder sogar eine Fortbildung im Fokus steht. Denn oft wird vergessen, dass ein Sabbatical nicht nur für eine Weltreise genutzt werden kann. Viele Menschen nutzen die Zeit, um sich zu erholen, zu sortieren, fortzubilden oder einfach ein paar private Dinge zu erledigen. So oder so: Ein sortierter und frischer Mitarbeiter ist sowohl für das Team als auch für das Unternehmen ein echter Gewinn.

    Den Begriff Work-Life-Balance benutzen viele, aber nur wenige beherzigen ihn. Auf beiden Seiten. (Projektleiter Lennart Schneider nutzte das Sabbatical bei APOprojekt für eine zweimonatige Reise durch Asien)

    2. Skills und Sprache

    Ob bei langen Reisen ins Ausland, der Pflege Angehöriger oder der privaten Fortbildung zum Yogalehrer: Es ist ein gewisses Organisationstalent erforderlich. Trotzdem kann im Vorfeld nie alles im Detail geplant werden – man muss immer wieder flexibel reagieren, rasche und womöglich unkonventionelle Lösungen finden, Kompromisse eingehen. Das gilt bei vielen auch für die Finanzen während der Auszeit. Denn auch wenn erstmal alles machbar klingt: Sich an eine neue finanzielle Situation zu gewöhnen, ist nach vielen Jahren im Job nicht unbedingt einfach. Organisation und Flexibilität sind Eigenschaften, die auch im Berufsleben hilfreich sind und die man nie genug trainieren kann. Die Fremdsprachenkenntnisse dürften sich ebenfalls verbessern, und auch kulturelle Kompetenz darf der Kollege gerne mit einbringen.

    Während eines Sabbaticals werden häufig persönliche Fähigkeiten ausgebaut – und sorgen im Anschluss im Büroalltag für eine verbesserte Arbeitsweise

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    3. Flexibilität in beide Richtungen

    Flexibilität – wenn das von einem Mitarbeiter erwartet wird, muss sich ein Arbeitgeber fragen, ob auch er flexibel ist, was die Arbeitszeiten angeht. Insofern ist das Sabbatical von der Arbeitgeberseite natürlich ein Signal. Ein extremes und nicht alltägliches Zeichen. Denn während Fragen wie „Darf man mal später kommen, weil das Kind erst später in die Schule musste?“ im Gegensatz dazu geradezu lapidar erscheinen, geht es doch um ein vertrauensvolles und vor allem respektvolles Miteinander zwischen Mitarbeitern und Geschäftsleitung. Und wenn das gegeben ist, dann sind auch Fragen wie „Gibt es eine Chance, seine Grundarbeitszeit zu verkürzen?“ einfacher zu besprechen. Und sorgen so für mehr Zufriedenheit auf beiden Seiten. Und somit ein starkes #TeamAPO.

    Dass mein Arbeitgeber mir mit der Möglichkeit des Sabbaticals eine Art Gegenleistung für das geleistete Engagement zurückgibt, gab mir das Gefühl, das richtige Unternehmen gefunden zu haben. (Constantin Dumat, Niederlassungsleiter Stuttgart und Prokurist bei APOprojekt, reiste vier Monate mit seiner Familie durch Asien)

    4. Verbundenheit

    Fühlt sich ein Arbeitnehmer ernst genommen und wertgeschätzt, so identifiziert er sich auch mehr mit dem Unternehmen. Es ist kein Geheimnis, dass er dann entsprechend motivierter ist. Und dass zufriedene Kollegen ihrem Unternehmen länger treu bleiben. Da nimmt man als Chef das zähe Warten auf die Rückkehr dann auch schon mal mit einem lächelnden Auge hin. Denn wer im War for Talents erstmal den Wunschmitarbeiter gewonnen hat, der sollte versuchen, diesen möglichst lange und eng an das Unternehmen zu binden.