• 02.04.2019 │ BÜRO IN ZAHLEN

    Von der Pike auf gelernt

    Das wohl kleinste Projekt im Portfolio: 20 Quadratmeter Fläche und ein Budget von 60.000 Euro. Realisiert für die L´Oreal Deutschland GmbH (NYX).

    Foto: APOprojekt

    Keine Angst vor kleinen Flächen? Das klingt zunächst paradox. Denn dem allgemeinen Verständnis nach sollte man klein anfangen, um sich dann zu steigern. In der Baubranche trifft dies jedoch nicht zwingend zu. Dass man es aber genau so zum großen Erfolg bringt, das zeigt die Geschichte von APOprojekt.

    Mittlerweile können wir uns zu den „Großen“ der Branche zählen. Und darauf sind wir ein bisschen stolz. Denn gestartet sind wir als Nischenanbieter. Da, wo Projekte für große Bauunternehmen unattraktiv wurden, setzten Hendrik von Paepcke und Alexander Knälmann, Gründungspartner und Geschäftsführer, vor rund zehn Jahren an. „Wir bauen einzelne Büroeinheiten aus“, sagte sich damals Hendrik von Paepcke.

    Denn der Ausbau kleinerer Flächen nach der Fertigstellung des „großen Ganzen“ wird häufig als kompliziert und zu aufwendig empfunden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist für auf Großprojekte ausgelegte Bauunternehmen schlichtweg unattraktiv. Und an diesem Punkt kommt APOprojekt ins Spiel. Denn durch das „Design & Build“-Verfahren, also von der Planung bis zur Umsetzung aus einer Hand, können wir selbst kleine Restflächen durchaus wirtschaftlich anpassen. Klein heißt bei uns unter 1.000 Quadratmeter – unsere sogenannten DNA-Projekte. Diesen sind wir bis heute treu geblieben, auch wenn sie inzwischen um größere Projekte im zweistelligen Millionenbereich ergänzt werden. Was bei uns als Großprojekt zählt, wird von vielen Marktteilnehmern noch immer milde belächelt. Dass sich die Konzentration auf eben diese Flächen lohnt, beweist die Entwicklung unseres Unternehmens. Innerhalb von nur zwölf Monaten nach Gründung eröffneten wir einen zweiten Standort, inzwischen hat APOprojekt sechs Büros mit 380 Mitarbeitern – vom Architekten über den Bauleiter bis hin zum Kalkulator. Mehr als 2.500 erfolgreich umgesetzte Projekte und ein Bauvolumen von 600 Millionen Euro sprechen für sich.

    Es wurde sehr schnell deutlich, dass der Bedarf nach einem solchen Modell größer war als erwartet. (Hendrik von Paepcke, Geschäftsführer)

    Und auch wenn wir mittlerweile das ein oder andere „Großprojekt“ realisieren, sind es noch immer unsere DNA-Projekte, die mehr als die Hälfte der Aufträge ausmachen. Vielleicht, weil wir diese zum Festpreis realisieren? Denn das hilft nicht nur dem Auftraggeber, sondern auch dem Projekt. In einer Branche, die häufig von Misstrauen geprägt ist, rückt die eigene Absicherung bezüglich Haftungs- und Schuldfragen leider häufig in den Fokus – die erfolgreiche Umsetzung des Konzeptes ist nur noch zweitrangig. Bei APOprojekt hingegen werden vermeintlich altmodische Werte wie Leidenschaft und Zuverlässigkeit gelebt, frei nach dem Motto „Ein Mann, ein Wort“.