• 13.02.2020 │ IN EIGENER SACHE

    Der Schwerkraft getrotzt – Mieterausbau in luftiger Höhe

    Das Gebäudeensemble am Kölner Rheinauhafen ist weithin sichtbar – und auch aus architektonischer Sicht nicht zu übersehen: Die markanten Gebäude zeichnen sich durch ihre hafentypische Kranform aus. Die rechtwinkligen „Arme“ ragen bis hin zum Wasser des Rheins.

    Das Kranhaus Süd ist Teil des ehemaligen Kölner Rheinauhafens, der nach Aufgabe seiner ursprünglichen Funktion in ein gemischt genutztes Areal umgewandelt wurde. In diesem Zuge wurde unter anderem das Kranhaus Süd neu errichtet. Das Büro der Unternehmensberatung Frontier Economics liegt in der elften Etage und erweckt den Eindruck, als arbeite man direkt über dem Wasser.

    Es war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Projekt. Zum einen, da sich APOprojekt als Generalunternehmer des gesamten Objekts verantwortlich zeigte – wobei die Ausführung dieser Aufgabe von dem Projektsteuerer Angeler Architektur & Projektmanagement GmbH unterstützt wurde. Zum anderen, da es bei diesem Mieterausbau galt, einen besonders schwindelfreien Projektleiter auszuwählen. Denn die Büroflächen des Kranhaus Süd befinden sich unter anderem nahezu „frei schwebend“ über dem Wasser. Aber das war nicht die einzige Herausforderung: Denn kann individueller Mieterausbau auf basisdemokratischer Entscheidungsgrundlage funktionieren?

    Das war die Grundlage für den ersten Mieterausbau, den wir in unserer neuen Reihe vorstellen: Auf den Flächen der Unternehmensberatung Frontier Economics sollte eine Atmosphäre geschaffen werden, die ein Höchstmaß an Flexibilität bietet und zugleich den zwischenmenschlichen Austausch fördert. Als Ausgangspunkt für unsere Überlegungen diente das Ergebnis einer hauseigenen Arbeitsgruppe bei Frontier Economics, die im Vorfeld die Anforderungen an die neue Fläche formuliert hatte: Die Flächen sollten gleichermaßen den Bedürfnissen der Mitarbeiter und des Geschäfts entsprechen. Dazu mussten zunächst die bisherigen Strukturen aufgebrochen werden.

    Der Arbeitsbereich bietet neben (internen) Besprechungsräumen und abgetrennten Stillarbeitsplätzen zudem eine „informelle“ Zone. Bewusst wurde auf eine große offene Büroeinheit verzichtet. Eine solche wurde als zu laut und unruhig eingeschätzt. Wie die Mitarbeiter diesen Innenausbau bewerten, erfahren Sie im Interview mit Hanna Rotarius, die seit elf Jahren bei Frontier Economics beschäftigt ist und Teil des „Kompetenzteams Innenausbau“ war.