• 04.06.2019 │ IN EIGENER SACHE

    Ausgekuschelt

    Wie Großkonzerne die Anforderungen an den Innenausbau von Co-Working-Flächen verändern.

    Ein altbackenes Plüsch-Sofa in Kombination mit modernen Mustern und einem Design-Klassiker prägen das klassische Bild von Co-Working-Flächen. Quelle der Inspiration war dabei niemand geringeres als die größte Kaffeehauskette der Welt: Starbucks. Denn hier saßen vor der Ära der Co-Working-Spaces die Freischaffenden und Kreativen an ihren Laptops, öffentliches W-Lan und ordentlicher Kaffee inklusive. Die Geburtsstunde der digitalen Nomaden.

    Doch inzwischen haben neben Freelancern und Start-ups auch internationale Großkonzerne das Prinzip der flexibel anmietbaren Co-Working-Flächen für sich entdeckt – und haben ganz eigene Bedürfnisse. Die betreffen die Arbeitskultur, das Erscheinungsbild, die Sicherheit sowie die IT-Infrastruktur. Das Design der jeweiligen Flächen folgt zunächst diesen Ansprüchen. Hinzu kommt dann noch der individuelle Unternehmensgeschmack sowie das jeweilige Corporate Design – das in der Regel weniger „hip“ als das junger Start-ups ist. Und auch das Design der Allgemeinflächen folgt verstärkt den Ansprüchen und Wünschen der Großnutzer. Darüber hinaus verändern sich die Funktionen: Während bei den klassischen Co-Working-Flächen neben dem Kaffeehauscharme vor allem die Synergien der einzelnen Nutzer im Fokus standen, wird nun deutlich stärker auf Flächeneffizienz und optimierte Arbeitsabläufe geachtet.

    Insgesamt wandelt sich so der bisher oft prägende Wohnzimmer- und Kaffeehaus-Charme hin zu einer universelleren Ästhetik. Ein Beispiel ist unser Kunde WeWork, der als einer der ersten Anbieter den Charakter solcher Flächen prägte. Viele Marktteilnehmer sehen hier eine Reduzierung der Designsprache auf ein „kommerzielleres“ Maß. Immer noch schick, nur anders.